Rückblick


Auch wir waren bei der GardenLife dabei!!!
Im herrlichen Ambiente der Pomologie stellte der OGV Mittelstadt zur schönsten Gartenmesse Süddeutschlands 8 Personen aus dem Verein. Damit waren wir sehr gut vertreten. Zum Glück spielte das Wetter mit und der Andrang war gut zu bewältigen. Sehr interessant war die Ausstellung im Eduard-Lucas-Haus, dass der KOV Reutlingen mit viel Mühe wiederbelebt hat.
Es hat viel Spaß gemacht, endlich mal wieder mit anderen Leuten zusammen zu kommen. Es waren viele interessante Aussteller (Qualitätspflanzen aller Art, Pflanzenraritäten, Sämereien, dazu Werkzeug und Accessoires rund um den Garten) und es gab auch viele verschiedene Speisen und Getränke. Gerne sind wir das nächste Mal wieder dabei.






Felix, Konstantin und Cornelius sind die ersten Juniorfachwarte des OGV Mittelstadt
Der Obst- und Gartenbauverband Kreis Reutlingen, kurz KOV, startete das Pilotprojekt für die Junior Fachwarteausbildung im Landkreis Reutlingen.
An sieben Ausbildungsteilen, von November bis April, haben 14 Jugendliche die Möglichkeit genutzt, unsere Streuobstwiesen besser kennen zu lernen und sich dafür zu faszinieren.
An dieser Ausbildung waren unsere jungen Mitglieder Felix, Konstantin und Cornelius mit dabei.
Der Kurs war sehr praxisnah aufgebaut, die Jugendlichen trafen sich an diesen Tagen, auf den Streuobstwiesen in Grabenstetten, Metzingen und Reutlingen. Dabei haben sie die ökologische Wertigkeit von Streuobstwiesen entdeckt, Bäume gepflanzt, fachgerecht geschnitten und Produkte von Streuobstwiesen hergestellt. Sie wurden über die verschiedenen Baumsorten (Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- oder Kirschbäume) aufgeklärt und geschult. Die Schädlingsbekämpfung auf den Streuobstwiesen wurde auch angewendet.
Beendet wurde die Ausbildung mit einer feierlichen Überreichung der Urkunden vom Verbandsvorsitzender Ralf Röckel im Listhof Reutlingen mit anschließendem Grillen!
Regionalität und Saisonalität gewinnt zunehmend auch bei jungen Menschen an Bedeutung.
Ein Juniorfachwart hilft uns, unsere Kulturlandschaft zu erhalten.
Für das ehrenamtliche Arrangement bedanken wir uns bei allen Ausbildern, Organisatoren und Helfen.
Durch solch eine Entwicklung junger Menschen werden die zukünftigen Bewirtschafter für Streuobstwiesen herangeführt. Wir müssen die Faszination Streuobst in den jungen Köpfen wecken, das wirkt sich positiv auf die Obstkultur und den Naturschutz aus.
Wir gratulieren unseren ersten Juniorfachwarten Felix, Konstantin und Cornelius zur erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung. Damit gehören sie zu den ersten Juniorfachwarten des Landkreises Reutlingen. Wir wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft auf den Streuobstwiesen.

Ehrung von Siegfried Rein, v. l. Ralf-Michael Röckel, Cornelia Weigold, Siegfried Rein

2022 - Bericht von unserer Hauptversammlung am 01.04.2022
Am vergangenen Freitagabend, konnte trotz Wintereinbruch, der OGV Mittelstadt zu seiner diesjährigen Hauptversammlung in der Evangelisch-methodistische Kirche in Mittelstadt fast 40 Personen herzlich willkommen heißen. Vor der Eröffnungsrede, konnten sich die Mitglieder und Gäste mit einem Ripple, Essiggurke, Brot und Senf stärken. Im offiziellen Teil, begrüßte unsere Schriftführerin Cornelia Weigold die Gäste. Besonders begrüßte sie den 1. Vorsitzenden vom KOV Reutlingen Ralf-Michael Röckel und bedankte sich dafür, dass er den Weg von Walddorfhäslach zu uns gefunden hatte. Ralf-Michael Röckel hat sich in der Runde selbst vorgestellt und erzählt, dass er als Rektor an der Gemeinschaftsschule Walddorfhäslach tätig ist und aus dem Hohenloher Land kommt. Er ist ausgebildeter Streuobstpädagoge und fühlt sich dem Streuobst und dem Erhalt der Kulturlandschaft eng verbunden. Im September 2021 hat er das Amt vom Vorsitzenden des Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine in Reutlingen übernommen hat.
Vor dem Einstieg in die Tagesordnung, gab es eine Gedenkpause der Verstorbenen der letzten Monate. Leider sind unsere Mitglieder Renate Wandel, Wolfgang Kaupp und Erwin Pelz von uns gegangen. Wir werden die Verstorbenen in guter Erinnerung behalten.
Nun wurde die Reihenfolge der einzelnen Tagesordnungspunkte bekannt gegeben und Cornelia Weigold machte einen Rückblick auf die Wetterkapriolen vom letzten Jahr. Wie sich das Wetter dieses Jahr verhält, müssen wir abwarten.
Anschließend berichtete sie von unserem diesjährigen Tagesausflug an den Bodensee im Juni. Die Gäste konnten sich in einer ausgelegten Liste für diesen Ausflug anmelden. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann das gerne noch bei Thomas Schrade machen. Sie dankte Thomas für die Planung und Organisation des Ausfluges.
Weiter ging es mit unserem Sommerhock, der im Juli stattfindet und unseren beliebten Familienabend im November. Außerdem gibt es noch unseren obligatorischen Bastelabend und einen Stand auf dem Mittelstädter Weihnachtsmarkt, auf dem wir unsere selbstgemachten Produkte anbieten werden.
Cornelia Weigold berichtete daraufhin, dass der Verein auch moderner geworden ist eine eigene Homepage besitzt. Diese ist seit kurzem Online und sie gab das Wort an Bianca Oswald weiter, die in den letzten Wochen an der Erstellung der Homepage gearbeitet hat.
Bianca erklärte online auf der Leinwand, wie man die OGV-Seite aufrufen kann und was es da alles zu entdecken gibt. Es werden in Zukunft Termine, Berichte und Fotos auf dieser Seite veröffentlicht. Alle Freunde und Mitglieder des OGV dürfen gerne unsere Seite besuchen unter www.ogv-mittelstadt.de.
Nach der Einweisung von Bianca Oswald, hat Cornelia Weigold den Jahresbericht vorgelesen.
Leider gab es nach dem Jahresbericht keine Diashow wie gewohnt, da wir in den letzten Monaten nur 3 Veranstaltungen hatten. Diese waren die Jahreshauptversammlung im September, die Blumenerdeausgabe und der Schnittkurs im März.
Im 3. Tagesordnungspunkt folgte der Bericht der Kassiererin Margrit Müllerschön. Sie gab Auskunft über die aktuellen Finanzen. Diese geben erfreulicherweise keinen Anlass zur Sorge.
Darauf folgte der Bericht des Kassenprüfers Klaus-Günther Olhorn, in Anwesenheit von Wolfgang Knecht, der seinen Bericht in Form eines sehr schönen Gedichtes vorgetragen hat. Er bescheinigte die einwandfreie und sorgfältige Buchführung.
Im Tagesordnungspunkt „Entlastungen“ übernahm Klaus-Günther Olhorn die Entlastung der gesamten Vorstandschaft, was mit einem Beifall für das Geleistete belohnt wurde.
Bei den darauffolgenden Wahlen wurden die Beisitzer Ulrike Votteler und Volker Weigold ohne Gegenstimme wiedergewählt. Evelyn Knecht stellte sich leider nicht mehr zu Wahl. Wir möchten uns bei Ihr bedanken, für die lange Unterstützung im Ausschuss und wünschen Ihr alles Gute für die Zukunft.
Im nächsten Tagesordnungspunkt kamen die Ehrungen. Cornelia Weigold ehrte zusammen mit Ralf-Michael Röckel Cornelia Schade und Günther Lenk für 25 Jahre Mitgliedschaft. Die beiden Jubilare waren leider verhindert.
Für 50 Jahre treue Mitgliedschaft wurde Siegfried Rein mit der silbernen LOGL-Nadel ausgezeichnet, die ihm Ralf-Michael Röckel ansteckte. Außerdem bekam er noch ein Präsent und eine Urkunde. Siegfried erzählte daraufhin von seinem früheren Fachwart Herr Wolf aus Walddorf, der vor 50 Jahren sein Lehrer war. Er konnte sich noch genau an den Spruch von Herrn Wolf erinnern, der lautete: „Man kann jeden Baum zwingen, Früchte zu tragen“. Die Frau von Ralf-Michael Röckel (ein „Walddorfhäslacher Urgestein“, nach Aussage von Ralf-Michael Röckel) erinnerte sich noch an Ihn.
Für stolze 60 Jahre treue Mitgliedschaft wurde Heinz Schweizer geehrt. Leider konnte auch er nicht anwesend sein. Den Jubilaren, die nicht anwesend sein konnten, werden wir in den nächsten Tagen, die Geschenke vorbeibringen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank, für diese langjährige Treue!
Unter dem Programmpunkt „Verschiedenes“ ging Cornelia Weigold noch kurz auf die vorhandenen Pflanzen und den Erwerb der Tischdekoration ein.
Aus Datenschutzgründen wurden die Gäste noch darüber informiert, dass die Fotos im Gemeindeboten und auf der Homepage veröffentlich werden. Wer das nicht möchte, kann es ihr gerne mitteilen.
Als letzten Programmpunkt kam noch ein Film. Der Titel „Superpflanzen: Die blühende Revolution“. In diesem 15minütigen Film ging es um die unglaubliche Kraft von Superpflanzen. Manche von ihnen können Schwermetalle aus der Erde saugen und so verseuchte Gebiete reinigen. Andere produzieren selbst Rohstoffe wie etwa Nickel. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt, und die Forschung hat gerade erst begonnen. Die Forscher sind in Neukaledonien, Australien, Frankreich und Deutschland unterwegs.
Cornelia Weigold bedankte sich anschließend bei ihren fleißigen Bienchen, ohne die der Abend nicht stattfinden hätte können.
Sie dankte auch Gerhard Knecht, dass er einen so gut laufenden Verein an den Vorstand übergeben hat und immer noch mit Rat und Tat zur Verfügung steht.
Er und seine Frau Susanne konnten ihren ersten Abend „auf der anderen Seite“ genießen, was ihnen sichtlich viel Spaß machte.
Cornelia Weigold wurde vor einiger Zeit gefragt, „ob die 3 Mädels im Vorstand zurechtkommen würden?“ Sie sagte, „wir können Euch beruhigen … es gibt keinen Zickenkrieg! Es läuft alles wie am Schnürchen und die Endscheidung mit dem 3-er-Gremium bereuen wir auf keinen Fall“. Wir können so den Verein in Eurem Sinne weiterführen.
Anschließend wurde der offizielle Teil des Abends beendet.
Der Abend wird uns mit seiner gelösten und entspannten Atmosphäre noch lange in Erinnerung bleiben, deshalb ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die mit oder ohne Funktion zum
guten Gelingen dieses Abends beigetragen haben. Außerdem danken wir nochmals der Evangelisch-methodistische Kirche, in deren Räumen wir zum wiederholten Mal unsere Veranstaltung durchführen durften!
Euer Obst- und Gartenverein Mittelstadt

Rolf Goller bei der Unterweisung

2022 - Schnittkurs
Guter Zuspruch beim Obstbaum-Schnittkurs in Mittelstadt.
Am vergangenen Samstag durfte der Obst- und Gartenbauverein Mittelstadt den Fachwart Rolf Goller vom OGV Lichtenstein zum diesjährigen Schnittkurs begrüßen. Bei sonnigem Wetter fanden sich 37 Interessierte auf der Wiese von Familie Oswald in den Stockäckern ein, darunter erfreulicherweise auch junge Nicht-Mitglieder. Hervorzuheben ist auch die Teilnahme von einigen Frauen, was für Schnittkurse nicht selbstverständlich ist, bei denen wir über die letzten Jahre jedoch einen positiven Trend verspüren.
Nach einer kurzen Begrüßung von Kornelia Weigold und Hinweisen zur Arbeitssicherheit beim Baumschnitt von Rolf, gab es noch eine kleine Übersicht an Werkzeugen, welche sich optimal für den Schnitt eignen.
Im Hauptteil der Theorie ging es zunächst um grundlegende Wachstumsgesetze, Historie der Obstgehölze und wichtige Eckpunkte, welche beim Kauf eines Obstbaums beachtet werden sollten.
Anschließend ging es um die unterschiedlichen Erziehungsformen eines Baums, sowie die richtige Schnitttechnik für das gängige Kern- und Steinobst.
Vermittelt wurde, wie bei großen Bäumen das Volumen reduziert und die Äste entlastet werden. Auch die Notwendigkeit von Licht und Luft zur Gewinnung von schmackhaften Früchten wurde erläutert. Nach der Theorie, folgte nun der praktische Teil an einem Apfelbaum der Sorte "französische Renette"
auf der Wiese direkt am Garten. Dabei wurden zunächst die grundlegenden Schnitttechniken für ältere Obstbäume vermittelt, dabei auch der korrekte Schnitt zur Verjüngung älterer Bäume.
Danach ging Rolf auf den Aufbauschnitt eines jungen Obstbaumes ein, bei dem es darum geht, das richtige Grundgerüst in Form von Stamm, Leitästen, Stammverlängerung und Fruchtästen zu geben. Dies wurde an einem 2020 gesetzten Apfelbaum der Sorte "Linsenhofer Sämling", dem der Hagel im letzten Jahr massiv zugesetzt hatte, gezeigt. Dabei wurde auf die verschiedenen Möglichkeiten und Hoffnungen nach dem Hagel eingegangen.
Nach zirka 2 Stunden war Rolf mit seinem Vortrag fertig und es ging zum gemütlichen Teil über, bei dem es Getränke und Brezeln gab. Hier konnten sich die Teilnehmer noch etwas unterhalten und Erfahrungen austauschen.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Schnittkurs. Allen Teilnehmern wünschen wir viel Erfolg bei der Anwendung der gelernten Inhalte!
Der Obst- und Gartenbauverein Mittelstadt bedankt sich herzlich bei Rolf für den sehr lebhaften und lehrreichen Schnittkurs sowie bei allen Teilnehmern.
Noch ein Hinweis von uns:
Wir haben von unserer Blumenerdeaktion noch 20 Säcke übrig. Wer noch Blumenerde braucht, kann sich bei Thomas Schrade unter der Nummer 07127/80722 melden.


2022 - Blumenerdeaktion – wieder ein voller Erfolg
Da unsere diesjährige Blumenerdeaktion, aufgrund der momentanen Coronabeschränkungen, weitestgehend kontaktlos verlaufen musste, wurde sie doch von unseren Mitgliedern, Freunden und Bekannten wieder sehr gut angenommen.
Ein komplett geladener Sattelschlepper wurde verkauft – echt Klasse!
Die Blumenerdeaktion verlief äußerst unkompliziert und problemlos.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die unseren Verein auf diesem Weg, durch ihren Einkauf unterstützen. Sie haben uns auch dieses Mal nicht enttäuscht!!!
In der Hoffnung, dass Sie nach wie vor von der Qualität der Erde überzeugt sind,
grüßt Sie ganz herzlich Ihr Obst- und Gartenbauverein Mittelstadt.

2016 - Rückblick auf unseren Dreitagesausflug ins Fichtelgebirge

Am vergangenen Freitag war es endlich soweit: der Abreisetag für unseren diesjährigen Dreitagesausflug war gekommen. So starteten wir pünktlich und gutgelaunt wie immer mit einem nahezu vollbesetzten Bus in Richtung Fichtelgebirge, welches wir als Ausflugsziel ausgesucht hatten. Nachdem wir bei strahlendem Sonnenschein (in diesem Jahr eine eher seltene Erscheinung) unsere obligatorische Frühstückspause an der Raststätte Jagstal eingelegt hatten, ging es weiter über Würzburg und Höchstadt nach Forchheim. Hierbei wurde die Fahrt von unserem allseits bekannten Alleinunterhalter Ernst Bader durch verschiedene Beiträge aufgelockert. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Winterbauerkeller in Forchheim fuhren wir weiter durch die fränkische Schweiz mit ihren markanten Felsen bis zur Teufelshöhle bei Pottenstein. Hier konnten wir bei einer Führung sowohl zahlreiche Tropfsteinformationen als auch ein vollständig erhaltenes Bärenskelett bewundern. Anschließend ging es weiter nach Bischofsgrün, wo wir im Hotel Kaiseralm unser Quartier bezogen. Nach einem Cocktailempfang mit anschließendem Abendessen und gemütlichem Beisammensein neigte sich der 1. Tag unseres Vereinsausfluges auch schon dem Ende zu.

Am 2. Tag stand eine Rundfahrt durch das Fichtelgebirge auf dem Programm. Zuerst führte uns der aus dem Ort stammende Reiseleiter Heinz in die Porzellanstadt Selb, wo wir die Möglichkeit hatten, im dort ansässigen Outlet-Center der Firma Rosenthal nach Herzenslust einzukaufen und so unsere Geldbeutel mehr oder weniger erleichterten. Nach dem Mittagessen beim „Kappelwirt“ wurden wir beim anschließenden Besuch der Dreifaltigkeitskirche Kappel unerwartet Zeugen einer zünftigen bayrischen Hochzeit. Am Nachmittag machten wir einen Abstecher zum nahen Fichtelsee, den die einen bei herrlichem Ausflugswetter zu einem Rundgang um den See, die anderen dagegen zu einer gemütlichen Kaffeepause nutzten. Nach der Ankunft im Hotel wartete ein reichhaltiges Abendbuffet auf uns, dessen Kaloriengehalt beim anschließenden Tanzen und Schunkeln mit dem Kaiseralm-Duo abgebaut werden konnte.

Die Zeit in Franken verging wie im Flug und so hieß es am Sonntagmorgen leider auch schon

wieder Abschied nehmen. Nachdem das Frühstück in den Mägen verschwunden und das Gepäck im Bus verstaut war, machten wir uns auf den Weg nach Bayreuth. Hier konnten wir bei einer kleinen Busrundfahrt einen kurzen Blick auf das Wagner-Festspielhaus werfen und bei einer anschließenden Führung einige Sehenswürdigkeiten dieser berühmten und doch beschaulich gebliebenen Stadt bewundern. Nach dem Mittagessen im Cafe-Restaurant Herbst in Betzenstein fuhren wir weiter an den Rothsee, der uns bei strahlendem Sonnenschein empfing und geradezu zu einem Spaziergang entlang des Ufers oder einer Kaffeepause im Freien einlud. Auf der anschließenden Rückfahrt legten wir noch einen letzten Stopp an der Raststätte Ulm-Seligweiler ein und kamen sogar früher als geplant und wohlbehalten wieder in Mittelstadt an.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich sowohl bei Hermann Müllerschön für die sehr gute Organisation der Reise, bei unserem Sänger Ernst Bader für seine witzigen Einlagen als auch bei unseren Teilnehmern für ihr äußerst diszipliniertes Verhalten und die gute Stimmung bedanken. Ein ganz besonderer Dank geht ebenfalls an unseren Busfahrer Reinhold Theis. Dieser hat mit seiner ruhigen Fahrweise, seinem besonnenen und umsichtigen Verhalten sowie seinem Humor ganz erheblich zum so guten Gelingen dieses Ausfluges beigetragen!

Text und Bilder: Susanne Knecht

 




2015 - Rückblick auf die diesjährige Schnittunterweisung im Mittelstädter Hardt

Obwohl am selben Tag in zahlreichen umliegenden Ortschaften diverse Schnittkurse durchgeführt wurden, kamen am Samstag, den 28. März 2015 erfreulicherweise doch über 30 interessierte Mitglieder und Freunde unseres Obst- und Gartenbauvereines in die Mittelstädter Gemeindeobstanlage im Hardt, um an der diesjährigen Schnittunterweisung an unterschiedlich alten Obstbäumen teilzunehmen.
Bei strahlendem Sonnenschein wurden sie von unserem Ausschuss-Mitglied und Fachmann Axel Rieber, der dankenswerterweise die Leitung der Unterweisung übernommen hatte, ganz herzlich begrüßt.
Zuerst stellte er die verschiedenen Arbeitsgeräte und Materialen, die für einen Obstbaumschnitt notwendig sind vor, wobei er zu bedenken gab, dass eine gute Qualität, die leider auch ihren Preis hat, das A und O einer sauberen und schonenden Arbeitsweise ist. Wer schon einmal einen alten oder nicht gepflegten Baum geschnitten hat, weiß mit Sicherheit, dass diese Arbeit körperlich ziemlich anstrengend sein kann, umso hilfreicher ist dann ein gutes Werkzeug.

Danach erklärte er zuerst an einem jüngeren Apfelbaum den Grundaufbau eines Baumes und die wichtigsten Regeln, die bei einem Erziehungs- bzw. Rückschnitt zu beachten sind. So sollte in jungen Jahren dieser unbedingt einen Erziehungsschnitt erhalten, bei dem 3-4 Leitäste in einem Winkel von ca. 45 ° zur Stammverlängerung zu einem pyramidalen Kronengerüst aufgebaut werden.

Dies hat zur Folge, dass genügend Licht und Luft einfallen kann und so eher Schutz vor Krankheiten und Schädlingen gegeben ist. Außerdem ist es wichtig, neben einem Verbissschutz aus Draht vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung die Baumscheibe von Gras freizuhalten, da zum einen Wühlmäuse besser aufgespürt werden können und zum anderen der Baum die Möglichkeit hat, mehr Nährstoffe aufzunehmen. Nach dieser theoretischen Einführung ging es dann ans Werk:
Nach und nach brachte Axel Rieber den ungepflegten Baum wieder in eine ansehbare Form, wobei die Anwesenden sagen konnten, welchen Ast sie absägen würden. Hierbei gingen die Meinungen zum Teil auseinander, wobei man wieder einmal sieht, dass das Schneiden der Bäume oft auch Ansichtssache ist. Nachdem nun der erste, jüngere Apfelbaum eine neue Kontur erhalten hatte, einigte man sich auf den Schnitt eines alten, jahrelang überhaupt nicht mehr gepflegten Apfelbaumes. Auch hier erklärte Axel noch einmal, was beim Rückschnitt bzw. bei der Auslichtung des Baumes beachtet werden muss. So sollte man dem Baum nicht zu viel Rückschnitt auf einmal zumuten, da auf Grund des nun höheren Lichteinfalls die Gefahr eines Sonnenbrandes bestehen würde. Schon nach kurzer Zeit und einiger Kraftanstrengung von Seiten des Kursleiters (zuschauen ist schon einfacher!) war der einstmals ziemlich verwilderte Apfelbaum kaum mehr wieder zu erkennen und es bleibt nun nur noch zu hoffen, dass es dieser in den kommenden Jahren mit einem zufriedenstellenden Obstertrag danken wird. Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Axel Rieber bei den vielen Gästen für ihr Interesse und beantwortete anschließend noch zahlreiche Fragen, die zwischenzeitlich aufgetreten waren.

An dieser Stelle möchten auch wir uns noch einmal ganz herzlich sowohl bei Axel für seine interessante und verständliche Unterweisung als auch bei unseren Gästen für ihre Aufmerksamkeit und ihr Erscheinen bedanken!

Text und Bilder: Susanne Knecht






2013 - Jagdfieber in Mittelstadt – Wühlmausfangkurs im Hardt

Da behaupte noch einmal einer, wir hätten keinen guten Draht zu Petrus. Pünktlich zu Beginn unseres diesjährigen Wühlmausfangkurses am vergangenen Samstag vertrieb die Sonne die zahlreichen Wolken und unser 1. Vorsitzender Gerhard Knecht konnte wieder einige Interessierte in der Gemeindeobstanlage im Hardt begrüßen. Unter der bewährten Leitung von Fachwart Volker Schäfer aus Walddorfhäslach hatten wir an diesem Nachmittag wieder die Möglichkeit, neue oder weitere Erkenntnisse beim Fangen von Wühlmäusen, auch Schermäuse genannt, zu erlangen. Zuerst ging er kurz auf die Biologie und Angewohnheiten dieser Schädlinge ein. Auf Grund der Tatsache, dass die Zähne der Schermaus ein Leben lang nachwachsen, macht sich diese mit Vorliebe an den Wurzeln von jüngeren Apfelbäumen zu schaffen, verschmäht aber auch nicht die von anderen, älteren Obstbäumen und richtet so alljährlich große Schäden an. Außerdem ist sie mit 2-4 Würfen pro Jahr und jeweils 4-10 Jungen überaus vermehrungsfreudig und breitet sich sehr schnell aus, da die Baue in der Regel nur von einem Tier bewohnt werden. Um die Population dieses Schädlings einzudämmen, ist es laut Herrn Schäfer am besten, die Grasnarbe kurz zu halten und für genügend Sitz- und Unterschlupfmöglichkeiten für ihre natürlichen Feinde wie Wiesel, Marder, Fuchs, Katze sowie Eulen und Greifvögel zu sorgen. Außerdem kann ein Drahtkorb, in den der zu pflanzende Baum gesetzt wird, einen Schutz gegen Fraßschäden bieten. Am erfolgreichsten ist aber seiner Meinung nach immer noch das Abfangen der Wühlmäuse. Nach all diesen Abwehrvorschlägen stellte uns Herr Schäfer verschiedene Fallen wie z. B. die Bayrische und die Badische Drahtfalle, Neudorff`s Wühlmaus-Fänger oder die seit kurzem auf den Markt gekommene TOPCAT-Falle vor. Letztere, leider mit einem Kaufpreis von ca. 50 € sehr teuer in der Anschaffung, sollte sich jedoch im Laufe des Nachmittags als ziemlich effektiv und erfolgreich erweisen. Nach dieser theoretischen Einführung ging es nun zum praktischen Teil über: Hierbei zeigte uns Volker Schäfer zuerst, wie ein Gang gefunden und anschließend geöffnet wird und gab dabei zu bedenken, dass es sehr wichtig sei, für das Einlegen der Falle ein ca. 30 cm langes, gerades Gangstück auszuwählen. Anschließend lernten wir, wie die Falle gestellt, justiert und in den Gang eingeschoben wird. Damit nach getaner Arbeit die Stelle wiedergefunden wird, markierte er diese mit einem Stock, an dem ein Absperrband befestigt war und lotste uns danach zu einem anderen Gang, um uns die Funktionsweise einer TOPCAT-Falle zu demonstrieren, wobei wir feststellten, dass diese wesentlich einfacher und bequemer zu handhaben ist. Da die „lieben“ Nager, wenn überhaupt, ja nicht von jetzt auf nachher in die Falle gehen, gaben wir ihnen eine gewisse Zeit und nutzten diese für eine kleine Getränkepause mit allgemeinem Gedankenaustausch, wobei jeder der Anwesenden eine Broschüre mit Anleitungen zur Wühlmausbekämpfung mitnehmen konnte. Und dann kam die Stunde der Wahrheit: Im Gegensatz zu den verschiedenen Drahtfallen, die nur verwühlt worden waren, konnten zwei TOPCAT-Fallen einen Erfolg aufweisen. Im vergangenen Jahr hatten wir sogar eine Quote von sieben Mäusen, was aber laut Volker Schäfer wahrscheinlich daran lag, dass das Jahr 2012 ein Wühlmausjahr war und sich eine so hohe Mäusepopulation nur alle 6-7 Jahre wiederholt.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei den Anwesenden für ihre Aufmerksamkeit und bei Herrn Schäfer für seine überaus interessanten Ausführungen bedanken. Sollte jemand an diesem Nachmittag keine Zeit zur Teilnahme gefunden haben, so werden wir mit aller Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr einen weiteren Wühlmausfangkurs mit Volker Schäfer anbieten. Vielleicht klappt es ja dann!

Text und Bilder: Susanne Knecht